David Gilmour live in der Arena von Verona

Die noch leere Arena von Verona am Nachmittag
Die noch leere Arena von Verona am Nachmittag

Wir waren im Urlaub. In Italien. Genauer gesagt am Gardasee, in Torri del Benaco. Aber dazu blogge ich vielleicht später nochmal etwas, wenn ich auch die Fotos gesichtet habe. Wir sind nicht unbedingt die primären Badeurlauber, sondern eher unternehmungslustig und so stand natürlich in den ersten Tagen unter anderem ein Besuch in Verona​ auf dem Programm. Ein beliebtes Touristenziel, vor allem auch wegen seiner antiken Geschichte und der Arena von Verona, dem drittgrößten noch erhaltenen römischen Amphitheater.

Auch wir wollten unseren Rundgang durch die Stadt dort starten. Doch es kam alles etwas anders als erwartet. Als wir dort ankamen stellte ich nämlich fest, dass am Abend David Gilmour, einer der kreativen Köpfe von Pink Floyd in der Arena ein Konzert geben würde! Wer mich kennt weiß, dass ich ein absoluter Pink Floyd Fan bin und so wurde ich sofort ganz hibbelig. Ich wusste zwar, dass David gerade in Italien unterwegs war, um unter anderem in Pompeji eine Konzert-DVD aufzunehmen, aber ich hatte mir den weiteren Tourplan nicht angesehen. Unseren Urlaub hatte ich mit seiner Tour irgendwie nicht in Verbindung gebracht...

Diese einmalige Gelegenheit kommt nicht wieder!

Trotz des abendlichen Konzerts konnte man die Arena besichtigen und so hatte ich unter anderem die Möglichkeit mir die leere Arena mit der Bühne von David Gilmour anzusehen. Da war Mr. Screen mitten in dieser unglaublich tollen Arena. Ich konnte es nicht fassen. Ich stand direkt vor der Bühne und hatte kein Ticket! Fun-Fact: Ich hatte sogar ein T-Shirt von Pink Floyd an... Ich musste da hin! Aber wie? Das Konzert war natürlich seit langem ausverkauft.

Ich war total durch den Wind und die Hitze tat ihr Übriges (es war mit weit über 30 Grad einer der heißesten Tage unseres Urlaubs). So haben wir uns erstmal in ein klimatisiertes Café gesetzt und ich sammelte meine Gedanken. Wo sollte ich jetzt noch ein Ticket her bekommen? In den Schwarzmarkt auf der Straße hatte ich kein Vertrauen, allerdings war mir auch noch niemand aufgefallen, der Tickets anbot. Bei Twitter wurde mein „Hilferuf“ bereits verbreitet, aber eine Karte hatte natürlich niemand übrig.

Aber das iPhone und Google waren meine Freunde und so landete ich nach einer kurzen Suche bei viagogo. In der Tat wurden da gar nicht mal wenige Karten für den gleichen Abend angeboten. Alles nicht billig, aber auch nicht unbedingt Wucher. Aber selbst wenn ich eine Karte kaufen würde, wie käme die dann zu mir? Fragen über Fragen, die sich aber in der FAQ schnell beantworteten.

Oh Mann, war ich aufgeregt! Soll ich? Soll ich nicht? Was macht der Rest der Familie in der Zwischenzeit? Aber der Familienrat war sich einig. Ich soll. Ich muss! Jetzt oder nie! Also Kreditkarte raus und Yeah! Ich hatte ein Ticket für David Gilmour in der Arena von Verona! Wie krass war das bitte?!?

Allerdings zunächst nur theoretisch. Denn ich musste dieses ja noch abholen. Per Mail bekam ich die Info, dass ich das Ticket in einem nahe gelegenen Hotel abholen müsse. Also nichts wie hin. Denn ich wollte den Rest der Familie noch zurück zum Gardasee bringen und anschließend wieder alleine nach Verona.

Im Hotel angekommen stellten wir fest, dass der kurzfristige Ticketkauf in Verona wohl alltäglich ist. Denn im Foyer stand ein Banner von viagogo und es gab feste Zeiten zur Abholung. Wir waren ein paar Minuten zu früh, aber auch nicht die einzigen Gäste, die auf Tickets warteten. In einem kleinen Konferenzraum hatte viagogo ein kleines „Büro“ eingerichtet. Ein Mitarbeiter von viagogo wartete hinter einer großen Box mit etlichen Umschlägen – Alles Tickets für Veranstaltungen der nächsten Tage. Nachdem ich mich ausgewiesen hatte, überreichte man mir nach gemeinsamer Prüfung das Ticket und ich musste den Empfang auf einem Tablet-PC bestätigen. Alles total professionell. Das hätte ich so nicht erwartet.

Unglaublich! Ich hatte wirklich ein echtes Ticket für das Konzert am gleichen Abend in den Händen! 210 Euro für ein Ticket, auf dem 69 Euro ausgewiesen waren. Aber das sollte es wert sein!

Was für eine unglaubliche Atmosphäre!

Nachdem ich den Rest der Familie zurück in die Ferienwohnung nach Torri gebracht hatte und alleine wieder zurück in Verona war, musste ich natürlich noch einen Parkplatz finden. Am Nachmittag gab es in allen Parkhäusern in der direkten Nähe zur Arena genügend freie Plätze. Das war natürlich jetzt nicht mehr so. Ich fand aber dennoch etwas weiter weg einen großen Parkplatz und machte mich zusammen mit vielen anderen Konzertbesuchern auf den Weg zur Arena.

Alleine schon die Atmosphäre vor der Arena war unglaublich. Die Atmosphäre in der Arena war natürlich noch überwältigender. Es ist halt keine Halle oder Fußballstadion, so wie das üblicherweise bei Konzerten der Fall ist, sondern eine antike römische Arena – über 2000 Jahre alt. Wahnsinn! Und ich mittendrin!

Hinzu kam das warme, fast noch heiße Sommerwetter. Die Sonne ging gerade unter. Einfach unfassbar. Ich war total geflasht. Und das, obwohl das Konzert noch gar nicht begonnen hatte. Ich hatte mir Plätze im Unterrang mit gutem Blick auf die Bühne ausgesucht. Obwohl die Arena vermutlich 15.000 bis 20.000 Plätze hat (ich habe leider keine genaueren Zahlen gefunden) kam mir alles so eng und nah vor. Fast ein wenig gemütlich oder familiär. Die Techniker auf der Bühne führten noch ein paar Soundchecks durch und spielten dabei immer wieder ein paar bekannte Töne an. Jedes Mal brach Jubel im Publikum aus. Auch das bekannte „Ping“ aus Echoes klang kurz an und die Vorfreude wuchs. Leider wurde das Stück aber später doch nicht gespielt.

Als David dann endlich kurz nach 21 Uhr auf die Bühne kam, gab es kein Halten mehr. Was für eine unglaubliche Stimmung in der Arena! Zunächst wurden ein paar Stücke vom neuen Album „Rattle That Lock“ gespielt, bevor es dann mit älteren Stücken und natürlich den wichtigen Pink Floyd Klassikern weiter ging. Nach gut einer Stunde gab es eine Pause – Das hatte ich bei einem Rock-Konzert auch nicht erlebt. Danach hat David aber nochmal fast zwei Stunden gespielt. Der krönende Abschluss nach insgesamt über drei Stunden war dann natürlich Comfortably Numb. Was für eine Show!

Was soll ich sagen? Das Konzert war jeden einzelnen Cent wert. Ich bin so froh, dass ich das gemacht habe. Die Gelegenheit kommt nicht wieder! Zum Abschluss noch ein paar Eindrücke, die ich auch während des Konzerts schon bei Instagram gepostet hatte.

Die Arena füllt sich
Die Arena füllt sich
Es geht los!
Es geht los!
David auf Mr. Screen
David auf Mr. Screen
High Hopes
High Hopes
Wish You Were Here
Wish You Were Here
Nochmal David auf Mr. Screen
Nochmal David auf Mr. Screen
Comfortably Numb
Comfortably Numb
Abschied von der Arena di Verona
Abschied von der Arena di Verona

Bisher 1 Kommentare

  1. Mielke, Beate
    Mielke, Beate

     

    30. Juli 2016, 21:12 Uhr

    Hallo Thomas, deine Begeisterung, daß du eine Karte erwischt hast und die Stimmung in der röm. Arena in Verona hast du super beschrieben. ???? Mum

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