Der Halbmarathon in Düsseldorf – Es war ein Fest!

Überglücklich im Ziel
Überglücklich im Ziel

Endlich komme ich mal dazu, etwas zum Metro-Halbmarathon in Düsseldorf am letzten April-Wochenende zu schreiben. Was soll ich sagen? Es war ein Fest! Es hat einfach alles gepasst und ich bin eine für mich grandiose neue Bestzeit gelaufen. Aber der Reihe nach...

Im Frühjahr standen zwei Wettbewerbe auf der Halbmarathon-Distanz an. Ende März der Venloop in unserem schönen Nachbarland und Ende April wurde im Rahmen des großen Metro-Marathon in Düsseldorf erstmals auch die Halbmarathon-Distanz angeboten. Für beide Wettbewerbe hatte ich mich schon lange im Vorfeld angemeldet und wollte natürlich das tolle Sub-2-Ergebnis des Viactiv-Halbmarathons im Oktober verbessern. Ich wusste, dass ich Sub 2 laufen kann, also war das natürlich auch jetzt der Plan.

Erst kam die grippebedingte Zwangspause

Das Training im Winter lief eigentlich super und ich bin sogar erstmals die 25K und sogar die 30K-Distanz gelaufen. Leider hat mich dann aber im Februar eine fette Grippe erwischt, die mich mit 40 Fieber mehrere Tage komplett ausgeschaltet hat. Unsere gesamte Family lag mehrere Tage im Bett – das hatten wir in dieser Form auch noch nicht.

Da ich aber unbedingt laufen und meinen Trainings-Stand nicht verlieren wollte, habe ich bereits nach einer guten Woche eine Runde gedreht, das aber bereits am nächsten Tag schon wieder bereut. So ging das fast vier Wochen. Ich habe immer mal wieder ein Runde eingeschoben, obwohl es vermutlich besser gewesen wäre, das nicht zu tun und meinem Körper mehr Zeit zu geben. Nun ja...

Dann kam der Venloop

Die Quittung kam dann mit dem Venloop, für den ich dann effektiv nur knapp drei Wochen trainieren konnte. Die ersten zehn Kilometer liefen zwar noch recht gut, aber dann verließen mich meine Kräfte und meine Pace sank von Kilometer zu Kilometer. Ich musste mehr Gehpausen einlegen als mir lieb war. Die letzten drei Kilometer waren eine echte Qual und ich war froh als ich endlich im Ziel war. So wurde es am Ende nur eine Zielzeit von 2:04:29. Ein Trost war aber zumindest die tolle Stimmung in Venlo. Im nächsten Jahr bin ich wieder dabei.

Nun blieben also noch vier Wochen bis Düsseldorf. Dort musste es auf jeden Fall klappen! Das Training fühlte sich dann auch wieder deutlich besser an, als vor Venlo. Und in den Osterferien ging es ja noch eine Woche nach Texel. Dort waren wir wieder mit dem Leichtathletik-Verein der Kinder und ich konnte jeden Tag schöne Runden auf der Insel und am Meer drehen. Mal alleine und mal mit einigen der anderen Eltern. Beim gemeinsamen Leuchtturm-Lauf spürte ich schon, wie fit ich wieder war und ich wusste, dass es in Düsseldorf passen würde.

Und endlich Düsseldorf

Locker am Fernsehturm vorbeiAm Vorabend war ich sehr unruhig und irgendwie ungewohnt aufgeregt. Ich bin früh ins Bett und konnte zunächst nicht einschlafen. Aber der Start des Halbmarathons war bereits für 8:15h vor dem Marathon und der Staffel terminiert, also hieß es früh aufstehen. Einen Wecker hätte ich vermutlich nicht gebraucht, denn ich wurde pünktlich wach. Meine innere Uhr wusste vermutlich was los ist.

Die Anreise verlief problemlos und ich war zeitig im Startbereich. Das Wetter schien auch zu passen. Es war zwar Regen angesagt und am Start war es mit ca. 12°C noch etwas kühl, aber ich fühlte mich super. Im Rennen blieb es aber trocken und sogar die Sonne zeigt sich zwischendurch. Bei der Taschenabgabe gab es ein paar Warteschlangen, was mich ehrlich gesagt schon etwas gewundert hat – ab er dazu weiter unten noch etwas mehr...

Dann ging es endlich auf die Strecke. Ich wollte nicht zu schnell starten, aber von Anfang an lief es super. Es fühlte sich locker an und an der ersten Verpflegungs-Station bin ich einfach durchgelaufen. Erst bei der Zweiten habe ich etwas getrunken. Kurz gehen, trinken und sofort weiter. Bloß keine Zeit verlieren und nicht aus dem Rhythmus kommen. Die ersten 10 Kilometer bin ich mit einer Pace zwischen 5:10 und 5:25 gelaufen.

Aber auch die zweite Rennhälfte fühlte sich immer noch gut an, meine Uhr zeigte mir eine Pace zwischen 5:20 und 5:30 an. Erst ein paar Kilometer vor dem Ziel, bevor es noch einmal eine kurze Schleife über die Kö ging, gab es kurz einen etwas fiesen Gegenwind und ich spürte eine leichte Schwäche. Aber der Blick auf meine Uhr bestätigte mir dann, dass ich ein ordentliches Polster heraus gelaufen hatte und die Sub 2 locker in Ziel laufen würde. Ein Gehpause wäre also kein Problem gewesen, aber das war nicht nötig.

Glücklich im Ziel

Ich wusste also, dass es grandios werden würde und das steigende Glücksgefühl konnte noch ein paar Reserven mobilisieren. Auf der Zielgeraden sah ich bereits aus der Ferne die große Anzeige mit der Bruttozeit von deutlich unter 2 Stunden und lief jubelnd ins Ziel ein. Was für ein Lauf!

Meine UrkundeMeine Apple Watch zeigte mir eine Zielzeit von ca. 1:55:xx an und in der offiziellen App des Metro-Marathon fand dann ich schnell meine offizielle Netto-Zielzeit: 01:55:22!Bäähm! – Unglaublich! Ich hatte mein Ergebnis vom Viactiv-Halbmarathon um unglaubliche 5 Minuten verbessert! Ich war geflasht! Was für ein Rennen. Es war ein Fest!

Niemalsnie hätte ich gedacht, solch eine Zeit laufen zu können. Ich fühlte mich auch im Vorfeld zwar wirklich fit und hatte mir eine Zeit von unter 1:59 vorgenommen, aber dass ich das so deutlich unterbieten würde – Wahnsinn! Auch jetzt, während ich diese Zeilen schreibe, kann ich das immer noch kaum glauben.

Endloses Warten bei der Taschenausgabe

Auch wenn das Rennen für mich grandios verlief und einfach alles gepasst hat, gibt es organisatorisch ein paar Kritikpunkte an die Veranstalter. Zum Einen war die Taschenausgabe recht weit entfernt vom Zielbereich und dann gab es dort das totale Chaos bei der Taschenausgabe.

Als ich dort ankam war dort bereits eine größere Menschentraube vor dem Zelt und man sah die ersten verärgerten Gesichter. Ich stellte mich dazu und hoffte, dass es in der Menschentraube nicht ganz so kalt sein würde. Wie sich herausstellte, gab es für die Taschenrückgabe lediglich einen kleinen Zugang und nur recht wenige Volunteers, die sich darum kümmerten.

Außerdem schien es so, dass sämtliche Taschen unsortiert (!) auf einem großen Haufen gesammelt wurden. Dass die Rückgabe so nicht zügig abgewickelt werden kann, dürfte nicht überraschen. Ich stand somit über eine Stunde vor dem Zelt in der Kälte zwischen anderen zitternden Läufern, bevor ich endlich meine Tasche hatte und mir etwas Warmes anziehen konnte.

Startnummer und MedailleDann konnte ich mich auch endlich mit etwas Zielverpflegung stärken. Es wurden unter anderem Streuselkuchen, Berliner und Knabberzeugs sowie diverse Getränke angeboten. Bevor es dann nach Hause ging, habe ich mir dann noch die Medaille mit meiner Zielzeit gravieren lassen. Das musste natürlich sein.

Glück und Trauer

Leider gab es aber auch ein weiteres sehr trauriges Ereignis, denn nur wenige Kilometer vor dem Ziel durfte ich mit ansehen, wie am Straßenrand versucht wurde einen Läufer zu reanimieren. Später habe ich erfahren, dass der Läufer im Krankenhaus leider verstorben ist. Glück und Trauer liegen leider oft so nahe beieinander...

Die letzten Kilometer...
Die letzten Kilometer...
Geschafft!
Geschafft!
Bisher 4 Kommentare
  1. Martin

    7. Mai 2019, 10:39 Uhr

    Das ist ja mal richtig gut gelaufen. Gratuliere.

    Und vor allem hast du Glück gehabt, dass die in D-Dorf einen anständigen Fotografen vor Ort hatten. Das ist ja leider auch nicht so selbstverständlich.

  2. Thomas Mielke

    7. Mai 2019, 11:05 Uhr

    @Martin: Danke Dir. Und ja, die Fotografen da in Düsseldorf haben einen echt guten Job gemacht.

  3. FF

    FF

     

    9. Mai 2019, 15:36 Uhr

    Der Sting@key.gun.de :-) Boah ist das lange her

  4. Thomas Mielke

    9. Mai 2019, 15:43 Uhr

    @FF: Jau! Sehr lange ;-)

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