Die nächste Generation Smartwatch: Meine Pebble Steel ist da

Meine neue Pebble Steel
Meine neue Pebble Steel

Dieses mal hat es nicht ganz so lange gedauert wie bei meiner ersten Pebble. Nach gut zwei Monaten Wartezeit darf ich seit dem Wochenende meine neue Pebble Steel am Arm tragen. Trotzdem war es mal wieder nicht so einfach, die Pebble zu bekommen.

Pebble Steel

Von der seinerzeit über Kickstarter finanzierten Smartwatch Pebble wurde Anfang Januar 2014 die zweite Version vorgestellt. Die neue Version beherbergt zwar das gleiche Innenleben (also Display, Speicher, Prozessor, etc.) und hat somit die gleichen Funktionen, ist aber in einem hochwertigen Edelstahlgehäuse verpackt und hat ein Display aus Corning Gorilla Glass.

Das neue Gehäuse ist außerdem etwas kompakter und hat noch eine kleine RGB-LED eingebaut. Diese dient derzeit allerdings nur der Ladekontrolle, soll aber zukünftig von Apps auch für Notifications genutzt werden können. Außerdem wird die Pebble Steel in einer schicken Box ausgeliefert. Es gibt zwei Varianten – Silber und Schwarz, die jeweils mit einem Metall- und Leder-Armband ausgeliefert werden, das man selber austauschen kann.

Noch immer keine direkte Lieferung nach Deutschland

Die Variante für 249,- US-Dollar habe ich natürlich direkt am ersten Tag bestellt. Leider gibt es immer noch eine Hürde, denn es wird zwar weltweit geliefert, nur eben nicht nach Deutschland. Weil es die Pebble-Jungs einfach nicht kapieren, was für den Import in die EU nötig ist. Dabei wäre das doch wirklich einfach zu lösen. Also blieb mir nur wieder der Umweg über einen Freund in Belgien, denn der dortigen Zollbehörden schauen scheinbar nicht so genau hin, wie ihre deutschen Kollegen.

Vor zehn Tagen bekam ich endlich meine lang ersehnte eMail: „Your Pebble has shipped!“. Zusammen mit einer Tracking-Nummer von DHL, über die ich beobachten konnte, dass es Samstags in Hong Kong los ging. Witzigerweise erstmal direkt nach Deutschland und von dort weiter nach Belgien. Keine 48 Stunden nach der Shipping-Mail war die Uhr also schon in Brüssel. Aber da stockte das Tracking plötzlich: „Shipping on Hold“. Ohne weitere konkrete Angaben.

So ging das drei Tage. Also haben wir mal bei DHL in Belgien angerufen: Ja, da müsste noch der Zoll in Höhe von ca. 50 Euro bezahlt werden und dann würde umgehend ausgeliefert. Wir bekamen einen Link zum Online-Payment von DHL. Dort kurz mit Kreditkarte bezahlt nochmal die Adresse betätigt und am nächsten Morgen wurde die Pebble bei meinem Freund ausgeliefert. Auf eine Benachrichtigung, dass vor der Auslieferung erst der Zoll bezahlt werden muss, warten wir übrigens noch immer. Und warum man das nicht beim DHL-Mann direkt bei der Auslieferung bezahlen kann, ist uns auch nicht klar. Nun gut, weitere zwei Tage später konnte ich meine neue Pebble Steel dann endlich in Empfang nehmen.

Vergleich zwischen Pebble und Pebble Steel

Seit September 2013 habe ja ich bereits eine Pebble, quasi die Ur-Pebble. Seitdem trage ich die Uhr täglich. Auch wenn der Funktionsumfang zu Anfang noch etwas eingeschränkt bzw. nur recht umständlich nutzbar war, hat sich das seit iOS 7 und insbesondere seit Version 2.0 der Pebble-Firmware grundlegend geändert. Die Pebble funktioniert seitdem absolut zuverlässig und macht genau das was sie soll. Und das ist neben der Anzeige der Uhrzeit mit beliebig wählbaren Watchfaces (quasi digitalen Ziffernblättern) natürlich die Benachrichtigungs-Funktion. Die Pebble informiert mich also über alles, über das mich mein iPhone ebenfalls informiert. Also entsprechend der Mitteilungs-Einstellungen des iPhones. Nur muss ich dafür mein iPhone nicht aus der Hosentasche holen.

Das ist natürlich bei der neuen Pebble Steel genauso, da die verbaute Elektronik ja die Gleiche ist. Der größte Unterschied ist die Optik und Haptik der neuen Pebble. Die Pebble Steel sieht einfach viel hochwertiger aus und fühlt sich auch so an. Wie eine richtige Armbanduhr eben. Das Display ist bei allen Lichtverhältnissen hervorragend ablesbar und gestochen scharf. Durch das plane Display aus Corning Gorilla Glass ist die Lesbarkeit meines Erachtens sogar noch etwas besser geworden. Das gewölbte Kunststoff-Display der „alten“ Pebble sorgte bei manchen Lichtverhältnissen teilweise für einen regenbogenartigen Schimmereffekt. Ich weiß nicht, wie man den Effekt besser beschreiben soll, aber da gibt es bestimmt ein Fremdwort für... Auf den Bildern unten lässt sich der Effekt zum Teil erkennen. Bei der Pebble Steel ist die Sicht auf den Inhalt hingegen „glasklar“.

Die Tasten der neuen Pebble gehen etwas leichter und haben einen deutlicheren Druckpunkt. Rein subjektiv lässt sich die Pebble dadurch besser bedienen. Als etwas negativen Punkt sehe ich allerdings veränderte magnetische Ladekabel. Es ist nicht mit dem alten Kabel kompatibel, obwohl es genauso funktioniert. So habe ich jetzt für meine beiden Pebbles jeweils ein eigenes proprietäres Ladekabel. Blöd.

Bei der Pebble Steel habe ich mich vorerst für das Edelstahl-Armband entschieden, werde aber sicher zeitweise auch mal das Leder-Armband verwenden. Mannomann sieht das schick aus! Ich werde übrigens meine alte Pebble behalten und diese zum Beispiel beim Sport tragen, da sie etwas leichter ist.

Was hat der Spaß nun gekostet?

Bestellt habe ich die Pebble Steel Anfang Januar für 249,00 US-Dollar. Als Early-Bird-Besteller wurden keine Versandkosten fällig. Meine Kreditkarte wurde dann am Tag des Versands mit knapp 185,00 Euro belastet, und es kamen noch einmal ca. 50,00 Euro Zollgebühren dazu. Außerdem natürlich noch die Versandkosten aus Belgien zu mir nach Hause, weil ich nicht warten wollte, bis mir die Uhr mitgebracht wird. Somit hat mich die neue Pebble Steel knapp 250,00 Euro gekostet. Ich denke damit kann ich leben, denn ich freue mich bei jedem Blick auf die Uhr über das schicke Schmuckstück an meinem Handgelenk.

Fazit

You Sexy Thing! Natürlich braucht man keine Smartwatch. Aber man braucht auch kein SmartHome und keine Internet-Waage. Und trotzdem sind das alles Dinge oder Gadgets, auf die ich nicht mehr verzichten möchte, da mir diese einen echten Mehrwert bieten. Und mir ist es das Geld wert.

Verschiedene Watchfaces im Einsatz
Verschiedene Watchfaces im Einsatz
Pebble Steel und Pebble Classic
Pebble Steel und Pebble Classic
Pebble Steel und Pebble Classic mit Watchface im 1980er-Casio-Style
Pebble Steel und Pebble Classic mit Watchface im 1980er-Casio-Style
Hier lässt sich der Farbschimmer auf der Pebble Classic erkennen
Hier lässt sich der Farbschimmer auf der Pebble Classic erkennen
Die Box der Pebble Steel
Die Box der Pebble Steel
Die Pebble Steel in ihrer Box
Die Pebble Steel in ihrer Box
Austauschbares Edelstahl- und Lederarmband
Austauschbares Edelstahl- und Lederarmband
Das vermeintliche Problem mit dem deutschen Zoll
Das vermeintliche Problem mit dem deutschen Zoll
Offizielles Video: „Meet Pebble Steel“ (by Pebble Technology)

Bisher 5 Kommentare

  1. Markus Niesczery

    Markus Niesczery

     

    28. Juli 2014, 11:00 Uhr

    Hallo Thomas, herzlichen Glückwunsch zur Pebble Steel :) Ich selber habe seit ein paar Tagen die einfache Pebble und finde sie echt toll, aber ... "Die Pebble funktioniert seitdem absolut zuverlässig und macht genau das was sie soll. Und das ist neben der Anzeige der Uhrzeit mit beliebig wählbaren Watchfaces (quasi digitalen Ziffernblättern) natürlich die Benachrichtigungs-Funktion. Die Pebble informiert mich also über alles, über das mich mein iPhone ebenfalls informiert." ... das kann ich leider nicht bestätigen :( Ich besitze ein iPhone 5s mit aktueller iOS 7 Version, doch die einzelnen Apps verlieren immer wieder die Connectivity und auch die notifications bleiben nach einen refound nicht bestehen. Was kann der Fehler sein. Hast du einen Tipp?

    Viele Grüße
    Markus

  2. Thomas Mielke

    29. Juli 2014, 09:20 Uhr

    @Markus: Bei mir kommt es auch ab und zu mal vor, dass keine Notifications ankommen, obwohl die BT-Verbindung eigentlich da ist. Meist hilft einfach der Neustart der Pebble oder das aus- und einschalten von BT am iPhone. Ganz selten auch mal der Neustart des iPhones.

  3. Markus Niesczery

    Markus Niesczery

     

    29. Juli 2014, 09:41 Uhr

    Dann bin ich ja erleichtert ;) Ich werde das mal im Auge behalten. Das größte Problem stellt die KRONOS App dar, mit der ich meine SONOS-Musikanlage steuern kann. Hier muss ich immer wieder die App auf dem Handy neu starten, um den Kontakt herzustellen - das nervt und ist nicht Sinn und Zweck der Sache. Ich werde den Hersteller mal anschreiben und berichten.

    Viele Grüße

  4. Ralph

    Ralph

     

    2. August 2015, 11:22 Uhr

    Hi,
    Pepples Steel ist wirklich ein Hingucker überhaupt für diejenigen die noch der Meinung sind eine konventionelle Uhr als modischess Detail besitzen zu müssen.
    lg

  5. Bernd

    Bernd

     

    21. Oktober 2015, 01:05 Uhr

    Hallo, Glückwunsch nachträglich :-)
    Ich hatte mir voriges Jahr im Sommer die Steel mitgebracht ( New Mexico ) mit dem iphone 5 kein Problem , mit dem amerikanischen Telefon Firephone dann doch . Aber alle APK´s gefunden . Seit ein paar Tagen nutze ich die Time Steel, noch besser.... es gibt hier in Berlin sogar einen Spezialshop im Bikinihaus . Natürlich habe ich auch noch ein paar andere Bänder beschafft. Bei der Steel braucht man ja einen Adapter um "normale " Bänder zu benutzen , auch den hatte ich bekommen .... ERstaunlicher Weise sieht man die Uhr selten am Arm bei Anderen . Auch der Smartwatch Stand bei Saturn ist sehr einsam ... das sollte doch so ein Boomthema werden ... Viel Spass weiterhin mit Pebble..... PS: Die Runde werde ich nicht nehmen ..... so sehen ja alle meine anderen Uhren aus ..... also rund :-)

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