Lightroom 3 ist endlich da – und gefällt!

Lightroom 3
Lightroom 3

Ich bin Lightroom-Nutzer der ersten Stunde. Bereits die Beta von Lightroom 1 habe ich getestet und mir war sofort klar, dass ich auch als langjähriger Photoshop-Anwender auf Lightroom nicht verzichten kann. Seitdem verwalte und bearbeite ich meinen gesamten Bildbestand mit Lightroom. Auf die vielen bekannten Vorzüge der nicht-destruktiven RAW-Bearbeitung und der Bibliotheksfunktionen will ich jetzt nicht weiter eingehen. Aber auf einige Neuerungen, die mit Lightroom 3 seit heute zur Verfügung stehen.

Zwar gab es seit Herbst letzten Jahres mehrere Beta-Version von Lightroom 3, allerdings habe ich nur die Erste kurz getestet, da man dort leider keine vorhandenen Bibliotheken importieren konnte und somit keinen direkten Vergleich zur Vorgängerversion hatte. Man konnte nur einzelne Bilder importieren und damit testen. Aber nun wurde heute ganz überraschend die Final veröffentlicht, die ich natürlich sofort installiert habe. Das Update gibts für knapp 100 Euro.

Ich möchte jetzt nicht alle neuen Features präsentieren, dafür gibts von Adobe eine Pressemitteilung (PDF). Ich möchte aber auf ein paar die Dinge eingehen, die mir nach den ersten Tests aufgefallen sind.

Bibliotheken

Ich habe zwar vorab meine gesamten Bibliotheken noch einmal komplett gesichert, aber das wäre nicht unbedingt nötig gewesen. Lightroom konvertiert beim ersten Start die gewählte Bibliothek in das neue Format und speichert diese unter einem neuen Namen.

Performance

Adobe gibt an, dass die Performance deutlich gesteigert wurde. Das kann ich zwar subjektiv nicht direkt feststellen, muss aber dazu sagen, dass mein Win7x64-Rechner mit 8GB RAM ausgestattet ist und so ohnehin schon mal viele Vorteile in Bezug auf die Performance mit sich bringt.
Allerdings scheint Lightroom jetzt extrem speicherhungrig zu sein. Wenn ich meine Hauptbibliothek mit ca. 20.000 Bildern öffne und an einigen Bildern ein paar Funktionen teste, sind Ruck-Zuck mehr als 2GB RAM von Lightroom belegt.

Prozessversion

Mit Lightroom 3 gibt es eine neue sogenannte Prozessversion, um Anpassungen für Details und Lichterkorrektur zu berechnen. Bei Fotos, die mit einer Vorgängerversion von Lightroom bearbeitet wurden, werden diese Verfahren nicht automatisch angewendet. Man kann die Fotos aber natürlich auf die aktuelle Prozessversion aktualisieren. Die neue Prozessversion ist „Prozess 2010“, die alte war „Process 2003“.
Und die neue Prozessversion hat mich mehr als positiv überrascht! Die Unterschiede sind je nach Bild mehr als deutlich. Mit der Vorher-Nachher-Funktion kann man den Unterschied schön sichtbar machen (siehe Beispiel links). Es werden deutlich mehr Details dargestellt, sodass man teilweise den Schärfebetrag wieder verringern muss, damit das Bild nicht überschärft wird.

Objektivkorrektur

Endlich! Eines der Features, auf das ich am meisten gewartet habe. Bisher musste ich Objektiv-Verzerrungen immer mit PTLens korrigieren. Aber das hat natürlich den gesamten nicht-destruktiven Workflow unterbrochen, da das nur über den Photoshop-Import und damit als TIFF-Datei möglich war. Nun ist das endlich direkt in Lightroom möglich! Soweit ich das bisher überblicke, scheint die Datenbank der Objektiv/Kamera-Kombinationen recht umfangreich zu sein und meine Objektive sind alle vorhanden.

Nachtrag:

Perspektivische Verzerrung korrigieren

Neben der Objektivkorrektur ebenfalls eines der Most Wanted Features. Irgendwie habe ich das beim ersten Test übersehen. Diese Funktion versteckt sich bei den Objektivkorrektur hinter dem unscheinbaren Link „Manuell“ (siehe Screenshot). Man kann also nun endlich sämtliche Verzerrungen nicht-destruktiv entfernen. Was mir allerdings nicht gefällt ist das eingeblendete Raster als Hilfe zur korrekten Ausrichtung der Bilder. Das würde ich gerne von der Größe und der Farbe ändern können – Bei Photoshop geht das ja auch.

Soweit also meine ersten Eindrücke.

„Prozess 2010“: Vorher – Nachher
„Prozess 2010“: Vorher – Nachher
Einstellungen zur Objektivkorrektur und perspektivischen Entzerrung
Einstellungen zur Objektivkorrektur und perspektivischen Entzerrung
Perspektivische Korrektur: Vorher – Nachher
Perspektivische Korrektur: Vorher – Nachher

Bisher 2 Kommentare

  1. Andreas Pohl

    Andreas Pohl

     

    9. Juni 2010, 07:56 Uhr

    Und die von mir sehnlichst erwartete Perspektivenkorrektur soll nun auch enthalten sein. Auch dies in Photoshop Elements durchzuführen war mir immer ein empfindlicher Workflow-Bruch.
    Ich habe mir die Paketversion bestellt, die leider zwei Tage Lieferzeit benötigt. Dabei bin ich so gespannt... ;-)

  2. Thomas Mielke

    9. Juni 2010, 16:17 Uhr

    Die Perspektivenkorrektur habe ich zuerst gar nicht gefunden. Sie ist aber da und ich habe meinen Artikel ergänzt.

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