Mein neues iPhone 5s, Touch ID und Slow Motion Video

Mein neues iPhone 5s
Mein neues iPhone 5s

Ich durfte mal wieder. Vertragsverlängerung. Ihr kennt das. Und so bin ich nun stolzer Besitzer eines iPhone 5s mit 64 GB in Spacegrau. Dieses Spacegrau ist in der Tat eher ein Silbergrau und kein Dunkelgrau wie beim iPhone 5. Mein iPhone 4s geht damit also in Rente, bzw. meine Mutter wird es übernehmen, damit ihr Nokia endlich in den Sondermüll kann.

Ich will jetzt nicht auf alle Unterschiede zu den Vorgängermodellen eingehen oder alle neuen Funktionen vorstellen. Das kann man ja bei Apple nachlesen. Ich habe mir daher nur zwei der wichtigsten neuen Funktionen näher angesehen, da ich diese sehr interessant finde.

Touch ID

Der Fingerabdruck-Sensor Touch ID dürfte wohl eines der auffälligsten und am meisten diskutierten neuen Features des iPhone 5s sein. Von einer Gefahr für Leib und Leben war die Rede. Räuber würden in Zukunft nicht nur das iPhone, sondern direkt den Finger mitnehmen. Ähm... Also bevor Ihr mir jetzt die Finger abhackt, es geht auch anders. Dann war die Rede davon, dass man damit ja sofort seine biometrischen Daten an die NSA übergibt. Na und? Wenn man, wie ich, einen biometrischen Pass hat und damit schon in den USA war (ohne kommt man ja gar nicht mehr da rein), dann haben die die Fingerabdrücke sowieso schon. Und wahrscheinlich sogar auch, wenn man noch nie drüben war. Aber das ist ein anderes Thema.

Ich persönlich finde den Touch-ID-Sensor prima. Denn ich hatte bisher – wie sicher viele andere auch – aus Bequemlichkeit überhaupt keinen Sperrcode auf meinem iPhone drauf. Ich fand es immer nur lästig, bei jedem Blick auf das Display einen blöden Code eingeben zu müssen. Für mich hat sich die Sicherheit mit dem Fingerprint also definitiv erhöht. Wie meinte jemand gestern bei Facebook: „Das ist kein Security- sondern ein Komfort-Feature, das die Security verbessert.“ Das trifft es wohl auf dem Punkt.

Und seien wir doch mal ehrlich. Natürlich befinden sich auf dem iPhone viele persönliche oder sensible Daten, wie Adressen, eMails, Fotos und vieles mehr. Aber wer ist denn an diesen Daten interessiert bzw. für wen hätten diese einen konkreten Wert. In der Regel eigentlich doch für Niemanden. Jemand der sich böswillig Zugriff zu meinem iPhone verschafft, hat doch eigentlich nur Interesse an der Hardware und nicht an meinen Daten. Und wenn das Gerät wirklich verloren geht oder geklaut wird, dann kann man das iPhone ja immer noch aus der Ferne sperren oder löschen lassen.

Die Einrichtung bzw. das Anlernen des Fingerprint-Sensors ist denkbar einfach. Ich will das hier gar nicht näher ausbreiten. Der Caschy hat dazu ja ein kleines Video gemacht. Ich habe nur meine Zeigefinger und meine Daumenkuppen gescannt, da ich wahrscheinlich nur extrem selten mit anderen Fingern den Homebutton drücke. Mein gesperrtes iPhone kann ich also nun mit einem Klick auf den Homebutton entsperren. Der Finger muss nach dem Klick nur kurz verharren und – oh Wunder – Da ist der Homescreen. Das „Zum Entsperren streicheln streichen“ entfällt also auch. Was will man mehr.

Der Druckpunkt oder Klickpunkt des Homebuttons ist übrigens etwas deutlicher oder härter (wenn man das so nennen kann) als bei meinem iPhone 4s. Dort war der Homebutton „weicher“. Fand ich vorher besser, aber wird man sich wahrscheinlich schnell dran gewöhnen.

Slow-Motion-Video

Kommen wir nun zu Kamera. Dass diese nun größere Pixel bei gleicher Pixelzahl hat und damit bessere Bilder machen soll, finde ich positiv. Ich war immer schon ein Gegner des Pixelwahns. Auch bei meinen DSLRs. Dann hat die „iSight Camera“ einen neuen „True Tone Blitz“, der durch zwei unterschiedlich getönte LEDs die Blitzfarbe anhand des Motivs steuern soll. Konnte ich aber noch nicht sinnvoll testen. Der Rest ist eigentlich eher Software als Hardware, also Bestandteil der integrierten Kamera-App.

Hierbei wurde insbesondere die Video-Funktion durch einen Slow-Motion-Modus erweitert. Dieser Modus nimmt Videos mit der vierfachen Framerate (Bildern pro Sekunde) auf, also mit 120 FPS statt 30 FPS. Das so aufgenommene 1080p HD-Video lässt sich anschließend in Zeitlupe abspielen, wobei man den Abschnitt, der in Slow Motion laufen soll, auch nachträglich jederzeit bestimmen kann.

Jedes aufgezeichnete Video wird Out-Of-The-Cam immer in normaler Geschwindigkeit gestartet und wechselt dann nach ein paar Sekunden in die Zeitlupe. Ebenso wird kurz vor dem Ende des Videos die Zeitlupe beendet. Den Start- und den Endpunkt kann man dann beliebig verschieben. Und das auch jederzeit nachträglich. Die Infos werden also scheinbar nur in den Metadaten des Videos gespeichert. Ich habe allerdings noch nicht herausgefunden, ob oder wie man in einem Video mehrere Abschnitte definieren kann, die in Zeitlupe laufen sollen.

Leider ist es auch nicht möglich die Geschwindigkeit der Zeitlupe bzw. die Framerate der Aufnahme zu bestimmen. Allerdings kann man sich auch fragen, ob man solche erweiterten Funktionen in einem Smartphone wirklich braucht, oder ob man dann nicht sowieso zu professionellem Equipment greift.

Unten findet Ihr ein kurzes Test-Video, das ich gestern Abend aufgenommen habe. Dabei habe ich einen kleinen LEGO-Star-Wars-Planeten fallen gelassen, so dass die bei Hälften auseinander brechen. Ich denke, das macht die Slow-Motion-Funktion ganz gut deutlich.

Zum Abschluss habe ich noch ein paar Fotos angehängt, die ich heute Morgen in unserem Garten gemacht habe.

Nachtrag:
Es scheint wohl derzeit (noch) nicht möglich zu sein, die Slow-Motion-Videos in iMovie zu übernehmen. Man kann diese zwar einfügen, aber sie werden in normaler Geschwindigkeit angezeigt. Also ohne Zeitlupe. Ich hatte das hier eingebettete Video gestern direkt aus der integrierten Fotos-App zu Vimeo hochgeladen. Dabei wird dann scheinbar eine finalisierte Version verwendet. Wäre schön, wenn Apple da kurzfristig ein Update für iMovie bereitstellen würde.

Touch ID – Der Fingerabdruck-Scanner
Touch ID – Der Fingerabdruck-Scanner
Slow-Motion-Modus
Slow-Motion-Modus
Bearbeitung eines Slow-Motion-Videos
Bearbeitung eines Slow-Motion-Videos
Testbild 1
Testbild 1
Testbild 2
Testbild 2
Testbild 3
Testbild 3
Testbild 4
Testbild 4
Slow-Motion-Test mit dem iPhone 5s

Bisher 5 Kommentare

  1. Oli

    Oli

     

    8. Oktober 2013, 11:29 Uhr

  2. Thomas Mielke

    8. Oktober 2013, 12:03 Uhr

    Das betrifft aber nur iMovie auf dem Mac. Mit iMovie auf dem iPad/iPhone lassen sich die Slo-Mo-Videos derzeit noch nicht nutzen.

  3. Sabine Neumeier

    Sabine Neumeier

     

    9. Oktober 2013, 17:31 Uhr

    Danke für Deinen tollen Bericht! Besonders der Umgang mit dem Fingerabdrucksensor ist toll beschrieben.
    Bezüglich des Slow-Motion-Videos interessiert mich brennend, wie ich dort ein einzelnes Foto rausziehen kann! Oder ist das lediglich in Videobearbeitungsprogrammen möglich?
    LG, Sabine

  4. Thomas Mielke

    9. Oktober 2013, 17:40 Uhr

    @Sabine: Fotos als Einzelbild aus einem Video entnehmen geht nicht direkt. Das geht wie Du selber schreibst nur über externe Software. Es ist allerdings möglich während einer Videoaufnahme parallel Fotos zu machen. Das geht aber soweit ich weiß nur mit dem iPhone 5s.

  5. Sabine Neumeier

    Sabine Neumeier

     

    10. Oktober 2013, 21:03 Uhr

    Vielen Dank!!! Ich besitze genau das gleiche iPhone wie Du (auch "silber") und deshalb dachte ich mir, dass ich bei Dir an der richtigen Adresse bin mit derartigen Fragen :-). Ich hätte noch wochenlang weiter auf meinem iPhone nach einer Lösung gesucht. Aber jetzt werde ich es dann mal mit meinem Video Bearbeitungs Programm versuchen.
    Wundere Dich nicht, dass meine Rechtschreibung so schlecht ist. Ich versuche es gerade mit dem Sprachmodus diese Nachricht zu schreiben! Unglaublich genial!! Vielen Dank nochmal!!

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