Immer wieder findet man in Foren und Online-Galerien Bilder die mittels übertriebenem Tone Mapping verschlimmbessert wurden. Es gibt sicher eine Reihe von Anwendungsfällen, bei denen ein moderates Tone Mapping bzw. die HDR-Bearbeitung sinnvoll eingesetzt werden kann. Leider werden diese Techniken aber meist vollkommen übertrieben angewendet.
Verschlimmbesserung
Heute habe ich mal wieder durch Zufall bei Flickr eine Galerie mit Bildern vom Meilenwerk gefunden, die mich dazu veranlasst, haben mich darüber aufzuregen und hier darüber zu schreiben. Zum Glück scheint das Ausgangsmaterial der Bilder gut gewesen zu sein, umso schlimmer, dass die Bilder durch die Bearbeitung so gelitten haben.
Mäßige Bilder aufpeppen?
Was mir aber bei vielen Bildern auffällt, die z.B. in Communitys und Foren gepostet werden, ist, dass hier entweder versucht wird, ein eher mäßiges Bild mittels Tone Mapping aufzupeppen, oder die Technik einfach nur verwendet wird, weil es gerade hipp ist. Dabei sollte man sich doch erstmal mit der grundlegenden Bearbeitung von Fotos auseinander setzen. Vom richtigen Motiv oder Bildausschnitt will ich hier gar nicht reden. Vielfach würde es genügen, den Horizont gerade auszurichten oder die stürzenden Linien zu beseitigen. Auch ein vernünftiger Weißabgleich bzw. eine Belichtungs- oder Tonwertkorrektur wirkt manchmal Wunder.
So, das musste mal raus! Und nun interessiert mich Eure Meinung.
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Winni
foto.grafie.net
28. August 2009, 12:49 Uhr
Ich bin voellig Deiner Meinung. HDR is im mom. so schrecklich "in", dass jeder meint seine Bilder vertonemappen zu muessen. Die Ergebnisse sind zu 80% absoluter Muell. Hier auch mal wieder ein Beispiel: http://img-a3.pe.imagevz.net/forum1/cc/b2/8f1446332867b94363f2377ee293/1-6738ceb6cc4b2ba5.jpg - und der "Schoepfer" ist auch noch stolz das sein Bild "[...] so toll" geworden ist *sigh*.
Und ja, ich stimme Dir zu, dass in manchen Anwendungsfaellen HDR durchaus reizvoll sein kann- ich selbst setze es auch hier und da ein, aber wenn dann auch nur im sehr geringen Masse.
Georg
www.auto-und-modell.de
31. August 2009, 23:09 Uhr
Tone Mapping ist nach der weitgehend erfolgreichen Vertreibung von "Comic Sans" die nächste zu bekämpfende digitale Pest. Auf meiner Suche nach Bildern des diesjährigen "Goodwood Festival of Speed" bin ich über derart viele zu Tode getonemappte Bilder gestolpert, dass mich das reine Grauen packte. Bitte, liebe Tonemapper, berücksichtigt doch, dass Tone Mapping ein schlechtes Bild nicht retten kann, aber in 99% aller Fälle ein gutes Bild völlig grundlos verhunzt!