Ein Glasfaseranschluss: Warum man sich jetzt dafür entscheiden sollte!

Wir sind dabei!
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Aktuell läuft bei uns in Büttgen und im Nachbarort Holzbüttgen die sogenannte Nachfragebündelung für einen Glasfaseranschluss der Deutschen Glasfaser. Daher habe ich hier ein paar Argumente zusammengetragen, warum ich der Meinung bin, dass man sich auf jeden Fall dafür entscheiden sollte.

Die Kaarster Ortsteile Vorst und Driesch hatten schon im Frühjahr erfolgreich die Nachfragebündelung geschafft und aktuell wird dort bereits fleißig gebuddelt. Unsere Nachbarorte hatten allerdings im Gegensatz zu uns hier in Büttgen schon immer unter langsamen Internetanschlüssen zu leiden und so hatte die Stadt Kaarst in den letzten Jahren viel Aufwand in den Breitbandausbau gesteckt. Leider sind die großen Anbieter Telekom und Vodafone (ehemals Unitymedia) nicht tätig geworden. Daher kommt das Angebot der Deutschen Glasfaser genau richtig, nun auch die Kaarster Ortsteile an das neue schnelle Netz anzubinden.

Nachfragebündelung

Status der NachfragebündelungBei der Nachfragebündelung müssen sich innerhalb einer bestimmten Frist mindestens 40% der Haushalte für einen Glasfaseranschluss entscheiden. Nur wenn diese Quote erreicht wird, dann wird das Netz auch gebaut.

Hier in Büttgen hat die Deutsche Glasfaser 3000 Haushalte gezählt, es müssen also mindestens 1200 Haushalte einen Vertrag abschließen. Das ist nicht wenig, aber auch nicht unmöglich. Viele andere Orte vor uns haben das ja auch geschafft.

Warum Glasfaser?

Natürlich kann man sich die Frage stellen, ob man wirklich einen schnellen Glasfaseranschluss benötigt, denn bis jetzt hat die Bandbreite ja auch ausgereicht – eines der häufigsten Argumente gegen einen Glasfaseranschluss. Daher will ich hier mal versuchen darzulegen, warum ich dieses und auch viele andere Argumente für falsch oder zu kurz gedacht halte.

Auch wir haben aktuell schon einen recht schnellen Kabelanschluss mit 1000 Mbit/s Download und 50 Mbit/s Upload. Trotzdem war es für mich überhaupt keine Frage, ob wir auch einen Glasfaseranschluss haben wollen und so war ich einer der Ersten hier in Büttgen, der bei der Deutschen Glasfaser unterschrieben hat. Darüber musste ich gar nicht nachdenken, ein Nobrainer eben. Man kann ja nie genug Bandbreite haben.

Glasfaser ist besser

Das klassische Kupfernetz, bei dem immer noch die zum Teil viele Jahrzehnte alten Telefonleitungen für DSL genutzt werden, ist technisch längst am Ende. Auch das etwas modernere Kabelnetz (Koax), das ursprünglich von der damaligen Deutschen Bundespost Anfang der 1980er aufgebaut und betrieben wurde, ist längst am Ende der technischen Möglichkeiten angelangt. Kupfer ist also definitiv technisch ausgereizt. Daher brauchen wir jetzt endlich eine neue und wirklich moderne Technologie.

Ein Glasfaseranschluss ist daher die Zukunft. Im Gegensatz zum klassischen Kupfer- oder Koaxialkabel ist Glasfaser sehr viel zuverlässiger und vor allem völlig unempfindlich gegen äußere Einflüsse (elektromagnetische Störungen oder Ähnliches). Auch Leistungsverluste aufgrund von Kabellängen sind vernachlässigbar. Nicht ohne Grund setzt man bei großen Entfernungen oder sogar zwischen den Kontinenten schon lange auf Glasfaser.

Die Reaktions- bzw. Latenzzeiten sind deutlich besser und natürlich sind mit Glasfaser erheblich höhere Bandbreiten also Geschwindigkeiten möglich. Und zwar nicht nur im Download (z.B. Herunterladen von Webseiten, Dateien oder Videos), sondern auch im Upload (z.B. Hochladen von Dateien, Teilnahme an Videokonferenzen oder Verschicken von E-Mails).

Aktuell bietet die Deutsche Glasfaser Tarife bis zu 1 Gbit/s im Download an. Das ist aber technisch noch lange nicht das Ende. Es sind problemlos Bandbreiten von 10 Gbit/s oder sogar deutlich mehr möglich – Und zwar im Up- und Download! Unter Laborbedingungen wurde sogar bereits die Terabit-Grenze (1000 Gbit/s) erreicht. Mit dem klassischen Kuperkabel (DSL) sind diese Geschwindigkeiten gar nicht möglich und auch beim Koaxialkabel ist das allenfalls im Download erreichbar, der Upload ist auch dort erheblich langsamer.

Garantierte Bandbreite

Bandbreitenvergleich (Quelle: Deutsche Glasfaser)Abgesehen von der rein technischen Limitierung einer klassischen Kupferleitung, kommt aber auch noch der Umstand hin zu, dass es sich dabei um ein geteiltes Medium handelt. Das bedeutet, man muss sich dort die Bandbreite mit vielen hundert Haushalten teilen, die am gleichen Knotenpunkt hängen. Daher gibt es häufig deutlich geringere Bandbreiten zu Stoßzeiten (die Verbindung wird langsam oder instabil). Insbesondere auch dann, wenn man relativ weit vom nächsten Knotenpunkt entfernt ist, denn die Kabellänge und auch die Qualität der teilweise schon sehr alten Kupferleitungen hat auch eine Auswirkung auf die Stabilität und die mögliche Bandbreite des Internetzugangs.

Das alles ist beim Glasfasernetz anders. Jeder Haushalt bekommt eine eigene Glasfaser vom Knotenpunkt direkt ins Haus und muss sich diese Leitung mit niemandem teilen. Die gebuchte Bandbreite ist also nicht nur ein Versprechen sondern garantiert.

Investition in die Zukunft

Auch wenn heute 50, 100 oder 250 Mbit/s ausreichend erscheinen mögen, sollte man jetzt schon an die Zukunft denken. Alle Geräte im Haushalt werden mehr und mehr vernetzt, sodass die benötigten Bandbreiten in naher Zukunft deutlich steigen werden. Es gab auch in der Vergangenheit immer wieder Prognosen, die von der Realität viel schneller eingeholt wurden. Wir benötigen also bereits heute mehr Bandbreite, als noch vor einigen Jahren prognostiziert wurde. Vor einigen Jahren waren selbst Bandbreiten von 50 oder 100 Mbit/s die absolute Seltenheit und schienen unnötig. Aber selbst im mobilen Netz werden diese Bandbreiten heute deutlich übertroffen und auch genutzt. Und wir wissen auch nicht, welche neuen Anwendungsbereiche uns in Zukunft noch erwarten werden. So ein Infrastruktur-Projekt wie den Glasfaserausbau muss daher man etwas langfristiger betrachten.

Noch vor wenigen Jahren waren Fernseher mit HD (1080p) der Standard, inzwischen werden fast nur noch Fernseher mit 4K angeboten und Geräte mit 8K oder sogar 12K sind auch bereits verfügbar. Für einen Film in einer 4K-UHD-Auflösung müssen viermal so viele Daten übertragen werden, wie für einen Film in HD, die benötigte Bandbreite sollte also ebenfalls mindestens viermal so groß sein.

Die aktuelle Corona-Situation mit deutlich mehr Homeoffice und Homeschooling hat ebenfalls gezeigt, dass die Internetnutzung rasant zugenommen hat. Wir brauchen also dringend schnellere und stabilere Internetzugänge, damit Videokonferenzen, Webinare oder auch einfach der Zugriff auf das Firmen-VPN sicher funktioniert. Die Anforderungen in diesem Bereich werden ebenfalls in den nächsten Jahren steigen. Mit einem schnellen Glasfaseranschluss ist der Zugriff auf die Dateien und Anwendungen im Firmennetz über einen VPN-Zugang aber genauso schnell, wie der lokale Zugriff im Firmennetz. Und das ist eben auch nur möglich, weil nicht nur der Download, sondern auch der Upload eine hohe Bandbreite hat.

Standortfaktor und Wertsteigerung der eigenen Immobilie

Ein wichtiger Aspekt ist aber auch, dass man beim Glasfaserausbau nicht nur an sich, sondern an den ganzen Ort denken sollte. Ein Glasfaseranschluss wird in absehbarer Zeit eben genauso selbstverständlich sein, wie ein Strom- und Wasseranschluss. Ein Haus ohne Strom oder Wasser würde ja vermutlich auch niemand kaufen. Als Immobilieneigentümer kann es zukünftig also durchaus relevant sein, ob das eigene Haus einen Glasfaseranschluss hat oder nicht. Experten rechnen mit einer spürbaren Wertsteigerung einer Immobilie, der Verband Haus & Grund geht sogar von 5% und 8% aus. Die Anbindung an das Glasfasernetz ist also jetzt eine einmalige Chance.

Ein Glasfaseranschluss kann daher auch für das Haus der Eltern interessant sein, auch wenn diese vermutlich die Bandbreite zur Zeit nicht nutzen. Aber eventuell wird man das Haus der Eltern ja irgendwann einmal erben und will es dann selbst nutzen oder verkaufen.

Ein Glasfaseranschluss bringt Wettbewerb

Das Glasfasernetz ist ein offenes Netz und es gibt keine Anbieterbindung. Man kann also problemlos nach der Mindestlaufzeit den Anbieter wechseln, genauso wie das auch jetzt schon im Telefon- bzw. Kabelnetz der Fall ist. Dadurch wird also der Wettbewerb größer und die Preise werden stabil bleiben oder vermutlich in den nächsten Jahren sogar weiter sinken. Dass Internetanschlüsse bei uns in Deutschland im Vergleich zum europäischen oder auch internationalen Ausland immer noch viel zu teuer sind, ist ja noch eine ganz andere Frage.

Glasfaseranschluss ohne Erschließungskosten

Preisvergleich (Quelle: Deutsche Glasfaser)Wenn die Nachfragebündelung erfolgreich ist, dann wird die Deutsche Glasfaser hier bei uns in Büttgen das Glasfasernetz ausbauen. Das ist natürlich zunächst eine große Investition für den Anbieter, von daher muss natürlich eine ausreichende Quote erzielt werden. Die anfallenden Erschließungskosten werden aber komplett von der Deutschen Glasfaser übernommen, es entstehen als Hauseigentümer oder Mieter also keinerlei Kosten für die Erstinstallation – zumindest nicht, wenn man sich während der Nachfragebündelung für Glasfaser entscheidet.

Wenn man sich erst später dafür entscheiden sollte, dann fallen Kosten von mindestens 750 Euro an, realistisch betrachtet aber je nach Aufwand eher 1.500 bis 2.000 Euro. Und vermutlich wird man dann auch erst einmal länger warten müssen, bis ein Bautrupp die Faser legt. Selbst wenn man den Glasfaseranschluss gar nicht nutzt, sondern nur den kleinsten Tarif bucht, wird man innerhalb der 24-monatigen Mindestlaufzeit vermutlich insgesamt weniger zahlen, als ein nachträglich verlegter Anschluss kosten wird.

Als Eigentümer eines Mehrfamilienhauses (MFH) wird das sogar nochmal interessanter. Selbst wenn nur ein einziger Mieter im Haus an einem Glasfaseranschluss interessiert ist, dann wird trotzdem das gesamte Haus mit Glasfaser ausgestattet. Also nicht nur ein Anschluss im Keller, sondern eine Glasfaser in jede einzelne Wohnung. Egal, ob der Mieter dort einen Anschluss gebucht hat, oder nicht. Und auch dabei werden die gesamten Erschließungskosten von der Deutschen Glasfaser übernommen. Es kann sich also lohnen, mit den Mietern darüber zu sprechen. Und falls keiner der Mieter einen Anschluss buchen möchte, dann kann man als Vermieter einfach den kleinsten Tarif buchen, denn die späteren Erschließungskosten für das ganze Haus dürften ein Vielfaches über den Kosten der 24-monatigen Mindestlaufzeit liegen.

Glasfasertarife sind nicht teurer

Ohne jetzt hier direkte Vergleiche mit diversen Anbietern zu machen und um jeden Cent zu feilschen, kann man trotzdem sagen, dass die monatlichen Tarife aktuell etwa auf gleichem Niveau liegen, wie bei einem herkömmlichen DSL- oder Kabelanschluss auch. Nur dass bereits der kleinste Tarif bei der DG mehr Bandbreite und Stabilität bietet, als die meisten größten Tarife der anderen Anbieter. Und vor allem der Upload ist bei einem Glasfaseranschluss immer deutlich schneller.

Hinzu kommt, dass die Deutsche Glasfaser den Glasfaseranschluss sogar bis zu 12 Monate ohne Kosten bereit stellt, bis der alte DSL- oder Kabelvertrag ausgelaufen ist. Somit gibt es in der Regel auch keine Doppelzahlung. Wie auch beim Wechsel des Stromanbieters übernimmt hier die Deutsche Glasfaser die Kündigungsabwicklung.

Und Telefon?

Auch der Telefonanschluss erfolgt natürlich über den Glasfaseranschluss. Herkömmliche Analoge oder ISDN-Anschlüsse gibt es eigentlich auch im klassischen Kupfer oder Kabelnetz schon länger nicht mehr. Auch wenn man das als Anschlussinhaber meist gar nicht mitbekommen hat, aber im Prinzip telefonieren wir bereits seit einigen Jahren nur noch über das Internet, nutzen also einen VoIP-Anschluss (Voice over IP). Das stabilere Glasfasernetz mit den besseren Latenzzeiten wirkt sich dann auch positiv auf die Gesprächsqualität aus.

Und Fernsehen?

Sofern man keine Satellitenschüssel auf dem Dach hat, kann man natürlich über das Glasfasernetz auch Fernsehen, wie, z.B. auch bei einem Kabelanschluss. Bei der Deutschen Glasfaser nennt sich das DGTV und kann zusätzlich gebucht werden.

Aber wozu benötigt man DGTV überhaupt? Grundsätzlich natürlich zum Fernsehen, klar. Klassisches lineares Fernsehen. Hier muss man aus meiner Sicht aber zwischen den Öffentlich-Rechtlichen Sendern und den privaten Sendern unterscheiden. Die Öffentlich-Rechtlichen Sender, also ARD, ZDF, die dritten Programme, KiKA, Phoenix, etc. kann man z.B. auch über ein AppleTV, FireTV oder die meisten SmartTVs direkt schauen. Völlig kostenlos und in HD. Bleiben also noch die privaten Sender (RTL, SAT1, Pro7, etc.). Diese wären im Prinzip der einzige Grund für DGTV. Ob man diese benötigt, muss dann jeder für sich selbst entscheiden. Außerdem geht der Trend ja ohnehin weg vom linearen Fernsehen zum Streaming, also Netflix, AmazonPrime, Disney+ oder SkyGo. Dafür benötigt man also auch kein DGTV.

Muss mein Vorgarten aufgebuddelt werden?

In den meisten Fällen nicht. In der Regel wird das Glasfaserkabel, bzw. das Leerrohr mit einer sogenannten Erdrakete vom Bürgersteig direkt bis zur Hauswand verlegt. Es muss also nur ein kleines Loch an der Hauswand gegraben werden, um dort die Glasfaserleitung ins Haus zu legen. Dort wird ein kleines Loch in die Hauswand gebohrt, das anschließend wieder dicht versiegelt wird. Das Ganze dauert vermutlich nur wenige Stunden.

Brauche ich eine neue Hausinstallation oder ein neues Heimnetzwerk?

Prinzipiell Nein. Sämtliche vorhandenen internetfähigen Endgeräte können über das bisherige Heimnetzwerk wie gewohnt weiter verwendet werden. Auch eine eventuell vorhandene Netzwerkverkabelung muss nicht erneuert werden. Meist kann man auch den bisherigen Router (z.B. eine FritzBox) weiterverwenden. Allerdings sollte man vorher prüfen, ob der alte Router für die neuen hohen Geschwindigkeiten ausgelegt ist. Im Zweifel kann man direkt bei der Deutschen Glasfaser einen passenden neuen Router mieten. Der Router wird dann mit einem Netzwerkkabel direkt mit dem HÜP (Haus-Übergabe-Punkt) der Deutschen Glasfaser verbunden.

Ich setze hier bei mir übrigens auf das UniFi-System (dazu gibts hier im Blog mehrere Artikel). Eventuell kann ich das System über ein entsprechendes SFP-Modul sogar direkt mit dem Glasfasernetz verbinden und mir den Umweg über den HÜP sparen. Aber das ist dann ein Thema für einen weiteren Blog-Artikel. Erstmal brauchen wir den Glasfaseranschluss.

Telekom, Vodafone und Co. bieten doch auch Glasfaser an?

Leider stimmt das aber nicht so ganz. Natürlich basiert inzwischen das gesamte Netz aller Netzbetreiber auf einem Glasfasernetz. Der große Unterschied ist aber, dass es sich dabei immer nur um FTTN/FTTC/FTTS (Fibre to the Node/Curb/Street) handelt. Das bedeutet, die Glasfaserleitung liegt bestenfalls bis zum Verteilerkasten an der nächsten Straßenecke, häufig aber nur bis zur zentralen Vermittlungsstelle im Ort. Von dort aus geht es mit den alten Kupferleitungen in die Häuser und Wohnungen. Lediglich Neubaugebiete werden inzwischen auch von der Telekom direkt mit einem echten Glasfaseranschluss ausgestattet.

Die Deutsche Glasfaser verlegt nun aber ein komplett neues und vollständiges Glasfasernetz. Und zwar direkt in jedes Haus bzw. jede Wohnung. Das nennt man dann FTTH/FTTB (Fibre to the Home/Building). Leider werben die anderen Anbieter auch hier im Ort aktuell sehr aggressiv mit Glasfaseranschlüssen, auch wenn das natürlich eine dreiste Mogelpackung ist. Echtes FTTH mit allen oben erläuterten Vorteilen bietet eben nur die Deutsche Glasfaser an.

Zusammenfassung

  • Glasfaser hat deutlich mehr Bandbreite ist also schneller
  • Glasfaser ist stabiler und unempfindlich gegen Störungen
  • Glasfasertarife sind nicht teurer als DSL-/Kabel-Tarife
  • Glasfaser ist ein wichtiger Standortfaktor und eine Wertsteigerung für die Immobilie
  • Die Erstinstallation ist der während der Nachfragebündelung kostenlos
  • Glasfaser ist die Zukunft

Disclaimer: Dieser Artikel ist keine Werbung auch wenn die Deutsche Glasfaser mehrfach genannt wird. Ich bekomme nichts dafür, außer im Idealfall eine erfolgreiche Nachfragebündelung für Büttgen. Mir ist dieses Thema einfach sehr wichtig und ich möchte, dass unser Ort bzw. unsere Stadt fit für die Zukunft wird!

Bisher 6 Kommentare
  1. André Klausing

    André Klausing

     

    26. November 2020, 11:50 Uhr

    Vielen Dank für den Blogpost, den ich gerade in meinem RSS-Reader gelesen habe.

    Ich verstehe ihre grundsätzliche Begeisterung für das Thema, da besonders im ländlichen Raum schneller Internetzugang größtenteils Mangelware darstellt - besonders für kleine und mittlere Unternehmen ein echtes Problem. Für Unternehmen sind die Tarife der Deutsche Glasfaser aus meiner Sicht auch kein großer Kostenpunkt.

    Beim Abschnitt "Glasfasertarife sind nicht teurer" bin ich allerdings etwas ins Grübeln gekommen. Auf der Homepage des Anbieters (https://www.deutsche-glasfaser.de/tarife/) wird der Gigabit-Anschluss mit knapp 90€ monatlichen Kosten beworben. Das halte ich für Privathaushalte schon für sportlich.
    Natürlich ist der Upload ins Internet endlich mal angemessen (Verhältnis 1:2 vs. 1:20 bei Vodafone), doch sind die laufenden Kosten verglichen mit einem Vodafone-Gigabit-Anschluss nunmal jährlich auch 480€ höher...

    Möchte hier keinesfalls Werbung für Vodafone machen, da wir auch nur mangels attraktiver Alternativen deren Kunden sind. Dennoch ist die Bewertung "nicht teurer" für den Glasfaseranschluss aus meiner Sicht so nicht ganz richtig. Und die Lockvogelangebote der meisten Telekommunikationsanbieter brauchen wir hier nicht betrachten - die halte ich für böswillige Täuschung und Ärgernis für alle Bestandskunden.

  2. Thomas Mielke

    26. November 2020, 11:52 Uhr

    @André: Dass der CableMax-Anschluss eine Kampfansage von Vodafone ist, steht außer Frage. Ich nutze diesen ja aktuell mangels Alternativen selber. Allerdings werden hier die 1000 Mbit/s eben auch nur im Download geboten – der Upload liegt nur bei 50 Mbit/s und somit ist das Gigabit eigentlich eine Mogelpackung.

    Bei der DG ist der Upload aber schon im kleinsten Tarif dreimal so schnell. Abgesehen davon werden die knapp 90 Euro für den größten Tarif erst nach einem Jahr fällig. Im ersten Jahr kosten alle Tarife bei der DG nur 25 Euro. Wenn man das also auf zwei Jahre mittelt, sieht das Verhältnis auch schon deutlich anders aus. Die meisten Haushalte werden aber vermutlich ohnehin einen der kleineren Tarife buchen. Und werden damit unterm Strich trotzdem eine bessere Gesamtleistung bekommen, als beim CableMax-Tarif von Vodafone.

    Und man muss das wie gesagt langfristig betrachten. Insgesamt werden die Tarife in den nächsten Jahren sicher günstiger werden. Hinzu kommt, dass man ja nach zwei Jahren auch den Anbieter wechseln kann, also z.B. dann bei 1&1 einen Glasfasertarif buchen kann. Den FTTH-Anschluss (also die Glasfaser im Haus) behalte ich ja und habe diesen ja komplett kostenlos bekommen.

  3. André Klausing

    André Klausing

     

    26. November 2020, 17:57 Uhr

    Das mit den mittelfristig tendenziell sinkenden Preisen bei freier Anbieterwahl ist ein guter Punkt, der war mir nicht so präsent hängen geblieben.

    Ich bin gespannt, wie sich der Markt entwickelt. Inzwischen ist selbst mein Vater soweit, dass die 8 MBit, die ihm von der Telekom auf dem Dorf bereitgestellt werden, nicht mehr ausreichend sind.

    Bitter: Mittelständisches Unternehmen im Ort hat direkt am Grundstück vorbei schon vor etwa zehn Jahren für den eigenen Bedarf Glasfaser verlegen lassen. Da kommt nur halt kein Privatkunde ran.

  4. Manfred Placzek

    Manfred Placzek

     

    www.placzek.info

    8. Januar 2021, 11:54 Uhr

    Vielen Dank für die umfangreichen Infos zu den Möglichkeiten mit Glasfaser und die Vermarktung der Deutschen Glasfaser. Allerdings sind die Erschließungskosten bei Mehrfamilienhäuser nicht unerheblich pro Wohneinheit. Die Strategie der DG ist es die Glasfaser bis in die einzelnen Wohneinheiten zu bringen. Allerdings erfordern die Vorgaben von DG ein besonderes Leerrohrnetz, dieses muß vom HÜP bis die Wohnungen vom Eigentümer von den Kosten und baulichem Aufwand selbst erbracht werden. Auf einen möglichen Kompromiss bei sternförmig vorhandenen Coaxnetz (SAT oder Kabelfernsehen) oder auch vorhandene 4 Doppeladern auf kurzer Distanz, wir nicht eingegangen. Bei einer groben überschlägigen ersten Berechnung für ein neu zu erstellendes Leerrohnetz nach den Vorgaben der DG kommen Kosten mit rund 2000 Euro pro Wohneinheit zustande, dazu noch viel Lärm, Dreck und Staub bei den zu erstellenden Durchbrüchen im bewohnten Haus. Die technischen Aussagen der DG bei Mehrfamilienhäuser sind bisher sehr mager, bzw. nicht vorhanden. Besten Grüße, Manfred Placzek

  5. Helmut Dada

    Helmut Dada

    @Helmut

    21. Januar 2021, 20:46 Uhr

    Ich selbst habe schon bei DG unterschriben und bin natürlich sehr enttäuscht dass in Holzbüttgen, fünf Tage vor dem Ende der Anfragebündelung (am 25.01.21) bei nur bei 18% liegt (gefordert sind ja mindestens 40%). Obwohl ich selbst bei Vodafone arbeite überwiegen für mich die Vorteile eines Glasfaseranschlusses, wenn auch bei einem Marktbegleiter, die ich sofort und vor allem langfriestig sehe. Auf dieser Seite (die ich dank Google gefunden habe) sind die Vorteile eines Glasfaseranschlusses sehr gut und ausführlich beschrieben, danke. Ich befürchte dass bei einem Scheitern wir kaum eine zweite Chance erhalten. Vielleicht ist die Thematik für viele nicht transparent, aber allein die Wertsteigerung der Immobilie dürfte doch ein wichtiges Argument sein. Vielleicht hat hat jemand eine Idee wie man in den letzten Tagen noch die Holzbüttgner wachrütteln könnte, gerne würde ich mich dabei angagieren. Viele Grüße Helmut Dada

  6. Thomas Mielke

    21. Januar 2021, 20:52 Uhr

    @Helmut: Ja, das bei Euch in Holzbüttgen ist schon ärgerlich. Ich vermute aber, dass das aktuell den Weihnachtsferien und der Corona-Situation geschuldet ist. Zum Einen gibt es derzeit keinen Info-Point und soweit ich das mitbekommen habe, waren auch keine DG-Mitarbeiter im Ort unterwegs. Das wird schon viel ausmachen. Von daher denke ich, dass es eine Verlängerung geben wird, die hoffentlich über den aktuellen Lockdown hinausgeht.

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